Boote in Norwegen

20 Minuten , die Ihr Leben retten können !!!

Bitte lesen Sie diese Tipps in Ruhe – es sei denn , Sie sind seit 10 Jahren norwegischer Küstenfischer oder Inhaber des großen nautischen Patents.

Lassen Sie sich von Ihrem Vermieter oder einer fachlich kompetenten Person auf das jeweilige Boot einweisen

Stellen Sie Fragen, falls sprachliche oder fachliche Unklarheiten vorliegen.....

Gehen Sie nicht davon aus, dass Sie die Technik eines jeden Bootes sofort im Griff haben. Jedes Boot hat seine Eigenarten. Daher überprüfen Sie selbst die Sicherheitsausrüstung am Boot und die eigenen Fertigkeiten der Handhabung. Wählen Sie eine passende Schwimmweste, die Ihrem Körperbau und Gewicht entspricht.

Reviereinweisung:

Lassen Sie sich ins Revier einweisen, am besten bei einer Tasse Kaffee und anhand einer Seekarte ( der Kaffee sichert die nötige Ruhe). Reviere sind veränderlich, und auch nach drei Jahren am selben Ort kann sich etwas ändern. Also nehmen Sie sich "Zeit" zum Fragen, was es an Neuerungen gibt. Das ist sicherlich auch für alte Hasen sinnvoll, bevor man z.B. vor der neu verkehrenden Schnellfähre parkt.

Eigene Sicherheitsausrüstung, alles wird gekauft - warum nicht auch ein Überlebensanzug / Floatinganzug?

Eine passende Schwimmweste bedeutet: eine Weste, die für mein Gewicht zugelassen ist, denn stärkerer oder schwächerer Auftrieb sorgen im Notfall für einen Nulleffekt dieses Überlebensmittels.

Informationen zur Wetterlage:

Fragen Sie ihren Vermieter nach einer ständig erreichbaren Nummer. Diese gehört in ein Handy eingespeichert, welches seesicher verpackt (und geladen) an den Mann gehört, ebenso eingespeichert die norwegischen Rettungsnummern (Zettel weichen gerne auf oder verschwinden an Bord)
Wetter - um 19.25 Uhr läuft täglich der Wetterbericht auf NRK 2, fast jede Hütte hat heutzutage dieses Programm verfügbar.

Größere Anlagen verfügen meist über eigene Informationsquellen. Dort ruhig täglich nachfragen, welche Stellen für den nächsten Tag witterungstechnisch zu meiden sind.

Wagen Sie ruhig mal das Gespräch mit Einheimischen, manchmal sind die hierdurch gewonnenen Informationen genauer als besagter Wetterbericht.

Legen Sie täglich Ihre Fahrstrecken fest und teilen Sie anderen Angelgruppen oder dem Vermieter mit, wo es hingehen soll. Schnelle klare Angaben absprechen, meistens gibt es in den Revieren schon alberne Worte für bestimmte Seegebiete (wie Blubberblasenbucht) Das erleichtert bei Havarie das Auffinden des Bootes und der Besatzung erheblich....
Entlegene Seegebiete dürfen grundsätzlich nur mit zwei tauglichen Booten angefahren werden.

Jedes Wetter in Norwegen hat geringe Halbwertszeit:

Achten Sie bei jedem Ausflug auf Veränderungen. Heranrückende Wolkenformationen sollten zur Umkehr bewegen.
Inlandsfjorde werden oft von Fallwinden der sie umgebenden Berge heimgesucht – plötzlicher Wind ist die Folge.
Witterungsvorhersagen von Guides oder Vermietern haben meist einen hohen Erfahrungswert – beachten Sie diese unbedingt.

tägliche Kontrolle:

Benzin, Öl, Schmierung, Elektrik sind vor Fahrtantritt immer einen Blick wert. Ein morgens auf den letzten Zahn kommender Dieselmotor wird bei kurzer Fahrt und erster Drift sicher nicht wieder anspringen....

Außenbordmotorboote:

Wichtigste Kontrolle: Die Motorbefestigungsschrauben, diese lösen sich durch die Vibration des Motors, egal wie fest sie angezogen waren.Die tägliche Kontrolle ist unerlässlich!!

Die Tankanzeigen auf externen Tanks bei kleineren Booten sind meistens nur eine optische Verzierung. Also aufschrauben, reinschauen..... Zuleitungen dieser Bootstypen haben die dumme Angewohnheit, nicht immer festzusitzen. Insbesondere eine unglücklich gespannte Heckfestmacherleine löst gerne die Benzinleitung am Außenborder.....bitte prüfen! Lüftungsschrauben an den Tanks kontrollieren - am Geräusch entströmender Luft ist deren Funktion gut überprüfbar. Es gibt Lüftungsschrauben die drehen zwar....aber ohne je Wirkung zu erzielen.

Einstellung des Widerstandes - jeder Außenborder verfügt über eine Stellschraube für den Widerstand des Gashebels. Dieser sollte individuell angepasst werden, da sonst ein Überdrehen rasch die Folge ist, insbesondere dann, wenn es mal hakelig und hektisch wird.

Außenbordmotorboote, die aus „ der Spur laufen ", Bootsnasen sehr hoch oder gar nicht hochnehmen, sind mit hoher Sicherheit falsch getrimmt. Hier droht bei schwerem Wetter oder bei notwendigen raschen Manövern höchste Gefahr. Sprechen Sie den Vermieter bei seltsamen Fahrverhalten an !
Beachten: Boote sind meistens für einen Verwendungszweck getrimmt - Angelfahrt mit 2 bis 3 Personen. Die rasche Fahrt allein kann ein völlig anderes Fahrverhalten des Bootes erzeugen. Fahren sie langsam !
Bitte beachten Sie: Tanken - ein halbvoller Tank ist ein leerer Tank !!!!!

Kontrollen an Dieselbooten

Läuft die interne Lenzpumpe auch wirklich jeden Tag ?

Bei Stopps oder vor Abfahrt schauen Sie mal über den Bootsrand. Es sollte ab und an Wasser aus dem Wasserabfluss kommen. Bei guten Wetter sollte zumindest das Surren der Pumpe zu hören sein.

Werfen Sie bei jedem Anlassen morgens ein Blick in den Motorraum. Wenn dort Wasser steht – nicht anlassen – Seewasser beschädigt jede Lichtmaschine!

Ein morgens unwillig kommender Diesel mit klarer Ursache einer niedrigen Batteriespannung sollte an diesem Tage beim Angeln nicht ausgemacht werden. Die Lichtmaschinen reichen selten zum raschen Nachladen der Batterien.

Kühlung: Neben Dieselabgasen sollte Wasser aus dem Auspuff treten. Ist dies nicht der Fall, sollte jede Ausfahrt unterbleiben und der Vermieter verständigt werden. Es gibt aber auch Dieselboote mit einem geschlossenem Kühlkreislauf.

Tanken: Was auch immer über den Verbrauch und das Tankvolumen einer Dieselschnecke angegeben wird, die morgendliche Kontrolle des Tankstandes ist unersetzlich - ein einfacher Holzstab ersetzt bereits einen Peilstab !

Schmierung: Schwer gängige Schaltungen, Kupplungen – Wärmeentwicklungen in diesen Bereichen weisen auf mangelnde Fettung hin. Notfalls den Vermieter mal darauf hinweisen.
Eine Regel sagt – alle 3 Tage sind sie fällig.

Eine alte Schnecke sollte auch immer über Ruderdollen, zwei Ruder und einen Bootshaken verfügen. Bei Motorausfall und Anlegen an Küstenstellen sind dies unverzichtbare Gegenstände. Ebenso ein gutes Seil für den Fall, dass abgeschleppt werden muss. Nicht jedes freundliche norwegische Boot verfügt über derlei Utensilien.

Fender: Auf jeder Seite mindestens einen – es verhindert Spantenbruch bei unsachgemäßen Anlegemanövern, denn niemand ist Kapitän auf großer Fahrt gewesen – und Tresneks haben ein Eigenleben beim Manöverieren.

Fahrtberechnung – jede Dieselschnecke läuft aufgrund ihrer Bauart sehr lange nach. Dies unbedingt bei Bremsungen beachten. Ein schnelles Gegenmanövrieren ( ruckartiges Einlegen eines Rückwärtsganges) wird meistens zu spät angenommen und ruiniert über die Saison jedes Bootsgetriebe.

Schalten und Kuppeln: Bei jedem Schalten und Kuppeln ist vorher Gas wegzunehmen – und erst NACH dem Wiedereinkuppeln dazu zugeben. Die Getriebe sind nicht synchronisiert. Ihr Nachmieter und der Vermieter des Bootes freuen sich auch über funktionierende Boote.

Allgemeine Regeln:

Sicherheit ist oberstes Prinzip, denn kein Fisch ist das eigene Leben wert !

Bei unklarer Witterungslage – unklarem Boot – unklarer nautischer Lage – ist das nächste Land anzulaufen! Danach kann entschieden werden, ob die Heimfahrt sicher ist. Die Erfahrung zeigt, dass viele Boote beim Versuch scheitern, doch noch den Heimathafen zu erreichen und bleiben auf See liegen.
Jeder private norwegische Anleger ist auch ein Notanleger. Es gilt hier das Jedermannsrecht und die Höflichkeit.

Gekreuzte Arme, gekreuzte Ruder oder Ruten bedeuten immer „technische Havarie – benötige Hilfe" ( das internationale X ) wird von fast jedem norwegischen Boot akzeptiert.

Gewässer:

Norwegen sieht unter Wasser genauso aus wie über Wasser. Ständige Prallkanten und Unterwasserströmungen sind die Folgen. Hier entstehen an der Wasseroberfläche Verwirbelungen, die zu Kreuzseen mit der eigentlichen Strömungsrichtung führen. Beachten sie vorausschauend Veränderungen der Wasserfärbung/Struktur auf ihrem Kurs. So vermeiden Sie eine plötzliche ungewöhnliche Bootslage.

Jeder Fjord ist ein mit dem offnen Ozean verbundenes System. Selbst ruhige Seelage und ruhiges Wetter kann plötzliche Wellen hervorbringen, da sich dieses System in ständiger Bewegung befindet.

Veränderte Wasseroberflächen, plötzlich auftretende kleine Wellen ohne sichtbare Veränderungen der Witterung, sollten Anlass bieten, dichter unter Land zu fahren. Dabei vermeiden, in klare Schären und Kleininselgebiete zu fahren…. Achtung: Brechergefahr bei anstürmenden Wellen !!!

Bei beginnenden Witterungs- oder Seeveränderungen auch den Rückweg beachten, achten Sie auf Stellen, die sich nun völlig anders darstellen. Ursache können Unterwasserberge und Riffe sein, die bis nahe unter die Waseroberfläche reichen.

Norwegische Gesetze :


Das Mitführen von Rettungswesten ist Pflicht, das Anlegen bei Kindern ebenfalls. Schauen Sie auf norwegische Boote. Die überwiegende Mehrzahl der Bootsinsassen trägt sie auch. Dieses Volk lebt mit dem Meer ! Alkohol – 0,0% ist die Grenze. Halten sie sich daran, nicht nur wegen der empfindlichen Strafen. Der Mindestabstand zu allen fischereitechnischen Anlagen beträgt 150 m (der norwegische Gesetzgeber fordert 100 m – (Versuchen Sie diese Distanz auf dem Wasser zu schätzen und ihre Drift und ihre Konzentration beim Angeln einzuschätzen. Sie werden sich selbst mit 150 m irren ) Fähren und Boote, alle Fähren, Versorgungsboote und Boote, die größer sind als Ihr Boot, haben Vorfahrt.
Halten sie sich an diese einfache norwegische Wasserregel. Der größere hat Vorfahrt. Rücksicht üben. Dann werden Sie auch die norwegische Höflichkeit auf dem Wasser erleben.

Beachten Sie in jeder Fahr- und Angelsituation die Trimmlage des Bootes. Insbesondere beim Drill, Gaffen und Austreten gibt es viele „ Mann über Bord " Situationen. Aber auch beim Fotografieren und Landschaftsbesonderheiten.

Beherzigen sie die wichtigste Regel erfahrener Norwegen-Besucher:

Lieber 10 Minuten feige – als ein Leben lang Tod

Wir wünschen Ihnen einen schönen Norwegenaufenthalt, gute Ausfahrten, den Fisch Ihrer Träume und immer eine gute Heimkehr.

Ihr come2norway Team


Zusammengestellt mit freundl. Unterstützung von „Pommernsven“, Norwegen-Angelforum

FERIENHÄUSER MIT BOOT INKLUSIVE

Ferienhaus Aurora Ulleroy in Norwegen, Hidra, Insel bei Flekkefjord
bis 11 Personen
ca. 160 m²
10 Zimmer

Ferienhaus Fagerstrand 1 in Norwegen, Flekkefjord
bis 6 Personen
ca. 75 m²
4 Zimmer

Ferienhaus Grönnevika in Norwegen, Hidra, Insel bei Flekkefjord
bis 8 Personen
ca. 170 m²
8 Zimmer

Ferienhaus Listastrand 1 in Norwegen, Borhaug am Listafjorden
bis 3 Personen
ca. 45 m²
3 Zimmer

Ferienhaus Panorama in Norwegen, Hidra, Insel bei Flekkefjord
bis 8 Personen
ca. 90 m²
5 Zimmer

Ferienhaus Stolsfjorden in Norwegen, Abelnes u. Risholmen bei Flekkefjord
bis 8 Personen
ca. 130 m²
8 Zimmer

Ferienhaus Survoll in Norwegen, Borhaug am Listafjorden
bis 3 Personen
ca. 45 m²
2 Zimmer

Ferienhaus Asly in Norwegen, Hidra, Insel bei Flekkefjord
bis 8 Personen
ca. 145 m²
9 Zimmer

Ferienhaus Jogvan - Färöer Inseln in Norwegen, Färöer Inseln
bis 5 Personen
ca. 160 m²
9 Zimmer

Ferienhaus Kjeoy in Norwegen, Egersund, Insel Kjeøy u. Eigerøy
bis 6 Personen
ca. 85 m²
5 Zimmer

Ferienhaus Furuholmen Brygge 40 in Norwegen, Lindesnes - Spangereid - Furuholmen
bis 8 Personen
ca. 90 m²
7 Zimmer

Ferienhaus Heroya 1 in Norwegen, Søgne bei Kristiansand
bis 5 Personen
ca. 60 m²
4 Zimmer

Ferienhaus Robinson 1 in Norwegen, Søgne bei Kristiansand
bis 7 Personen
ca. 92 m²
5 Zimmer

Ferienhaus Taanes in Norwegen, Mandal
bis 8 Personen
ca. 65 m²
5 Zimmer

Ferienhaus M/S Flid in Norwegen, Borhaug am Listafjorden
bis 6 Personen
ca. 131 m²
7 Zimmer